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Digitale Ostergrüsse

Was macht der Osterhase in seiner Freizeit?

Dieses Jahr nimmt der Osterhase auf unserem Bild die versteckten Eier noch persönlich unter die Lupe. Er will sicher sein, dass kein faules Ei dabei ist. In Zukunft könnte das allerdings ganz anders werden.

Egg-Festival 

Eine Drohne schwärmt aus und macht flugs ein Röntgenbild vom Osternest. Sie bringt das Bild ins Labor, wo es ein Roboter begutachtet. Er hat bessere Augen als Hasen, mögen sie noch so viele Möhren gegessen haben. Entdeckt der Roboter ein faules Ei, informiert er alle, die gerade Ostereier suchen. Die Community ist gut vernetzt und hat eine Oster-App. Die Suche nach den Nestern findet nicht mehr im eigenen Haus und Garten statt. Sie ist zum globalen Egg-Festival geworden. 

Wer in den smarten Cities der Zukunft daran teilnimmt, bewegt sich ohne Stau in selbstfahrenden Verkehrsmitteln. Wir finden die Osternester der Zukunft nicht nur schneller, wir wissen auch sofort, in welchem faule Eier liegen. Das ist erst der Anfang der digitalen Revolution. Nach und nach werden die Drohnen die Eier selber verstecken und den Osterhasen ersetzen. Unsere persönlichen Roboter-Assistenten übernehmen die Suche und das Eier tütschen. Als künstlich intelligente Wesen lernen sie die Technik schnell. Schon bald gewinnen sie gegen die besten Spieler, so wie es ihre Kollegen beim Schach bereits heute tun. 

Repair-Cafés ersetzen Kitas

Bleiben noch Fragen wie diese : Was macht der Osterhase mit der neu gewonnenen Freizeit ? Wertet er die Datenmengen aus, die wir auf dem Weg in die digitale Zukunft produzieren, um uns nächstes Jahr noch gezieltere Osterangebote aus rezykliertem Rohstoff zu unterbreiten ? Werden wir noch Spass haben am Eier tütschen, wenn wir immer verlieren ? Und : Worum ging es an Ostern gleich noch mal ? Wer will, kann virtuell in die Welt vor 2000 Jahren eintauchen. Statt im Anschluss an das Erlebnis die Kollekte in den Topf zu werfen, surfen die Besucherinnen und Besucher auf einer Spendenplattform vorbei. Dort erfahren sie eins zu eins, wie ihre Spende wirkt und unterstützen ausgewählte Anliegen mit Bitcoins, dem digitalen Geld der Zukunft. 

In der Zwischenzeit hat das Internet der Dinge dafür gesorgt, dass der Kühlschrank mit den Zutaten für das Festmahl gefüllt ist. Der Ofen heizt rechtzeitig vor und die Teller sind warm. Statt uns um die Dinge des Alltags zu kümmern, geniessen wir das Fest. Wir verbringen mehr Zeit mit der Familie und mit Freunden. Übrigens, nicht nur an Ostern. Vorbei ist der Stress mit langen Arbeitstagen, überfüllten Pendlerzügen und Kinderkrippen, die gleich schliessen. In der digitalen Zukunft arbeiten wir noch fünf Stunden am Tag und zwar ortsunabhängig. Die Teams organisieren sich selber und entfalten maximale Kreativität. Die Kindertagesstätten braucht es nicht mehr. Sie weichen Repair-Cafés für Roboter. Noch dürfen sich die künstlich intelligenten Wesen nicht selber reparieren. Ebenso wenig dürfen sie andere intelligente Wesen erzeugen. Das hat die globale Ethik-Kommission so festgelegt. Soweit bekannt ist, halten sich bisher alle daran. 

NPO unterwegs in die digitale Zukunft 

Die digitale Zukunft fasziniert und macht nachdenklich zugleich. An der Zewo-Tagung 2017 loten wir aus, wie sich der digitale Wandel auf unser Leben, unsere Gesellschaft und auf die Arbeit von NPOs auswirkt. Verpassen Sie den Anlass nicht. Kommen Sie am 13. September 2017 ins Volkshaus Zürich. Finden Sie heraus, wie NPOs die Chancen nutzen und welche Themen sie auf dem Radar haben sollten. Live-Demos und Erfahrungsberichte zeigen, was die digitale Welt für NPOs bereithält. Im Zewoforum 1|2017 finden Sie zudem eine Vorschau auf den abwechslungsreichen Tag.
Ich wünsche Ihnen frohe Ostern !

Herzlich

Martina Ziegerer, Geschäftsleiterin Stiftung Zewo