Fragen und Antworten

Diese Fragen rund ums Spenden beschäftigen viele Spenderinnen und Spender. Erfahren Sie, was die Zewo dazu sagt.  

Fragen rund ums Spenden

  • Unterstützen Sie was Ihnen besonders am Herzen liegt. Vielleicht gibt es sogar mehrere Bereiche, für die Sie sich engagieren möchten.
  • Suchen Sie diejenigen Organisationen, die in dem gewünschten Bereich tätig sind. Die Zewo unterstützt Sie dabei. Nutzen Sie die Hilfswerksuche oder stellen Sie eine Anfrage an die Zewo.
  • Überprüfen Sie die Seriosität des Hilfswerks. Organisationen, die das Zewo-Gütesiegel tragen, können Sie vertrauen. Sie werden von der Zewo regelmässig kontrolliert und gehen gewissenhaft mit Spendengeldern um.
  • Spenden Sie lieber regelmässig wenigen Hilfswerken als ab und zu vielen. Treue hat Vorteile: Organisationen freuen sich über Ihr ideelles Mittragen der Anliegen und können bei regelmässigem Mittelzufluss besser planen. Grundsätzlich gilt auch: Je weniger Hilfswerke Sie unterstützen, desto weniger Post in Ihrem Briefkasten.   

Die meisten Hilfswerke sind seriös und engagiert. Leider gibt es aber auch hier Ausnahmen.

Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie bei der Zewo nach. Die Zertifizierungsstelle beobachtet auch Organisationen, die ohne Gütesiegel Spenden sammeln. Sie gibt Spenderinnen und Spendern gerne Auskunft über die ihr bekannten Hilfswerke und nimmt Hinweise auf unseriöse Spendensammlungen entgegen. Auf ihrer Website warnt die Zewo vor dubiosen Organisationen. Diese sind nicht transparent, haben unlautere Absichten oder sind mit ihrem Verhalten bei den Spenderinnen und Spendern besonders negativ aufgefallen.

Besondere Vorsicht lohnt sich bei

  • Druckversuchen: Beispielsweise, wenn übertriebene Geschichten und schreckliche Bilder, starke Emotionen wecken und mit besonderer Dringlichkeit oder gar aggressiven Methoden gesammelt wird. Lassen Sie sich beim Spenden nie unter Druck setzen. Vertrauenswürdige Hilfswerke informieren Sie gerne sachlich über ihre Arbeit.
  • Intransparenz: Wenn beispielsweise eine Organisation keinen Jahresbericht und keine Jahresrechnung veröffentlicht. Seriöse Hilfswerke kommunizieren offen und klar.
  • Eigennützigkeit: Wenn eine Organisation vorgibt, gemeinnützig zu handeln, aber primär eigene Interessen verfolgt. Werden Spendensammlungen mit kommerziellen Aktivitäten vermischt, muss klar nachvollziehbar sein, was als Spende dem gemeinnützigen Zweck zugute kommt. 
  • Zwang: Wenn sie von einer Hilfsorganisation unbestellte Waren gegen Rechnung erhalten. Geschenke verpflichten nicht zu einer Spende. Sie müssen auch nicht zurückgesendet oder aufbewahrt werden.
  • Übertreibung: Zum Beispiel wenn eine Organisation behauptet, dass 100% der Spenden in Projekte fliessen und so den falschen Anschein erweckt, dass ihr kein administrativer Aufwand entsteht.
  • Trittbrettfahrer: In Katastrophen ist die Betroffenheit oft besonders gross. Leider wird die Hilfsbereitschaft immer wieder von Spendensammlern ausgenutzt, die versprochene Hilfe nie wirklich leisten, weil es Ihnen an Wissen, Erfahrung und dem nötigen Netzwerk fehlt.
  • Falschsammler: Wenn unbekannte Personen vorgeben für ein Hilfswerk zu sammeln, ohne dass sie von diesem dazu beauftragt wurden. Seriöse Spendensammler können sich ausweisen und geben Unterlagen ab. Hilfswerke bitten auch selten um Barspenden.
  • Spendenplattformen: Bei Spendensammlungen im Internet ist oft unklar, wer dahinter steht und meist fehlt die Kontrolle, wofür die gesammelten Gelder letztlich eingesetzt werden.
  • Patenkinder: Wenn sie ein persönliches Patenkind zur finanziellen Unterstützung auswählen können. Wird ein einzelnens Kind bevorzugt, gibt es Spannungen in der Gemeinschaft. Entscheiden Sie sich besser für eine Projekt- oder Themenpatenschaft. Mehr zum Thema Patenschaften finden Sie hier.

Ihr Spendenfranken wirkt effektiver, wenn Sie die verfügbaren Mittel auf einige wenige Hilfswerke verteilen und die unterstützten Organisationen nicht zu häufig wechseln. Unterstützen Sie ausgesuchte Hilfswerke also lieber regelmässig.

Zum einen ermöglicht Ihnen dies eine intensivere Auseinandersetzung mit den gewählten Themen. Die ausgesuchten Organisationen ihrerseits freuen sich über das so zum Ausdruck gebrachte ideelle Mittragen der Anliegen und können ihre Mittel besser planen.

Grundsätzlich gilt auch: Je weniger Hilfswerke Sie unterstützen, desto weniger Post in Ihrem Briefkasten.

Besser wäre es, einige wenige sorgfältig ausgewählte Organisationen regelmässig zu unterstützen.

Ein häufiger Wechsel verursacht Aufwand bei den nicht mehr berücksichtigten Hilfswerken, da diese versuchen werden, Sie als Spender bzw. Spenderin zurückzugewinnen. 

Grundsätzlich gilt auch: Je weniger Hilfswerke Sie unterstützen, desto weniger Post in Ihrem Briefkasten.

Fragen Sie sich, welches Anliegen Ihnen besonders am Herzen liegt. Vielleicht sind es mehrere. Achten Sie auf das Zewo-Gütesiegel. Diese Organisationen sind vertrauenswürdig. Sie haben eine strenges Prüfverfahren durchlaufen, erfüllen die Anforderungen und werden regelmässig auf den gewissenhaften Umgang mit Spenden kontrolliert.

Achten Sie auf Transparenz. Sie sollten den Jahresbericht und die Jahresrechnung problemlos erhalten. Geben Sie sich nicht mit einer Werbebroschüre oder einem Projektbeschrieb zufrieden. Verlangen Sie die detaillierte und revidierte Jahresrechnung, die den Anforderungen von Swiss GAAP FER 21, entspricht, wenn sie sich für Zahlen interessieren. Aus den Unterlagen muss klar sein, wer hinter der Organisation steht, welchen Zweck sie verfolgt und welche Aufgaben sie wahrnimmt.

Achten Sie auf die Wirkung. Wem kommt die Hilfe der Organisation zu Gute? Was verändert sich durch die erbrachte Leistung? Konnten abgegebene Spenderversprechen eingelöst werden? Welche Fortschritte gibt es  und was bleibt noch zu tun?

Achten Sie auf die Kosten. Mindestens 65% des Aufwands sollte für die Leistungserbringung eingesetzt werden. Für Fundraising und Werbung sollte nicht mehr als 25% benötigt werden. Denken Sie bei Zahlenvergleichen daran, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann. Hilfswerke sind vielfältig. Ihre Tätigkeit, ihre Grösse, die Aufgabenteilung in Netzwerken und der Zugang zu öffentlichen Geldern unterscheiden sich stark. All dies hat einen Einfluss auf die Kostenstruktur. Die Zewo stellt dazu Orientierungsgrössen zur Verfügung. Zudem kann es Umstände geben, die Kennzahlen verzerren. Fragen Sie nach den Gründen, wenn Sie den Eindruck haben, ein Hilfswerk setzte zu wenig Mittel für die Hilfeleistung ein.

Achten Sie auf die Reserven. Bei sehr vielen Hilfswerken reicht das frei verfügbare Kapital nicht einmal aus, um die Ausgaben eines Jahres zu decken. Es kann gute Gründe geben, weshalb die Reserven etwas höher sind. Fragen Sie nach, wenn das Organisationskapital grösser ist als der gesamte Aufwand von 1,5 Jahren. Es ist möglich, dass Ihre Spende trotzdem dringend gebaucht wird.

Achten Sie auf die Kontrolle. Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel lassen sich von der Zewo auf den gewissenhaften Umgang mit Spenden prüfen und erfüllen ihre Anforderungen. Sie sind gut organisiert und verfügen über angemessene Kontrollen.

Über 500 gemeinnützige Non-Profit Organisationen, die das Prüfverfahren erfolgreich durchlaufen haben und die Anforderungen der Zewo erfüllen, dürfen das Gütesiegel tragen. Diese Organisationen verdienen Ihr Vertrauen.

 

Ja. Spenden an Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel können bei der Steuererklärung in  Abzug gebracht werden.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie hoch der zulässige Abzug in ihrem Kanton ist, erfahren Sie aus dem aktuellen Zewo-Merkblatt «Mit Spenden Steuern sparen».

  

Fragen zu Spendensammlungen

Grundsätzlich gilt: Je mehr Hilfswerke Sie unterstützen, desto mehr Post werden Sie erhalten. Denn:

  • Hilfswerke sind auf regelmässige Spenden angewiesen. Deshalb müssen sie immer wieder auf ihre Anliegen aufmerksam machen. 

  • Die Hilfswerke informieren ihre Spenderinnen und Spender über ihre Arbeit und zeigen auf, wofür sie die Zuwendungen eingesetzt haben.

  • Sie erhalten eine Spendenbestätigung für die Steuererklärung und bei grösseren Spenden ein separates Dankesschreiben. 

Hier erfahren Sie, wie sie die Post in Ihrem Briefkasten reduzieren.

Trägt die Organisation das Zewo-Gütesiegel, ist sie vertrauenswürdig. Das Gütesiegel finden Sie auch auf dem Einzahlungsschein. In allen anderen Fällen sollten Sie sich erst über die Organisation informieren, indem Sie selbst recherchieren oder bei der Zewo nachfragen, ob die Organisation bekannt ist.

  • Grundsätzlich gilt, je weniger Hilfswerke Sie unterstützen, desto weniger Post werden Sie erhalten. Verteilen Sie den Spendenbetrag auf wenige, sorgfältig ausgewählte Organisationen.
  • Informieren Sie Hilfswerke, die Sie bereits unterstützen, wenn sie weniger Post von ihnen erhalten möchten.  
  • Wenn Sie ein Hilfswerk nicht mehr länger berücksichtigen möchten, können sie sich von ihm aus der Datenbank löschen lassen.
  • Tragen Sie sich auf die Robinsonliste ein, um adressierte Werbung von Organisationen, denen Sie nicht gespendet haben, zu reduzieren.
  • Bringen Sie einen Stopp-Werbung-Kleber an Ihrem Briefkasten an. Das hält nicht nur die Werbung fern sondern auch unadressierte Sammlungsaufrufe von Hilfswerken ohne Zewo-Gütesiegel.
  • Post von Hilfswerken, denen Sie noch nie gespendet haben, können Sie auch einfach ins Altpapier legen. In der Regel werden Sie von der selben Organisation nicht mehr angeschrieben.

Die Robinsonliste wird vom Schweizerischen Direct Marketingverband (SDV) geführt. Sie können sich von diesem per Online-Formular in die Robinsonliste Liste eintragen lassen.

Der Eintrag hilft, die adressierte Werbung in Ihrem Briefkasten zu reduzieren. Dazu gehören auch die Sammlungsaufrufe von Hilfswerken, denen Sie noch nie gespendet haben. Diese mieten Adressen von Adressvermittlungsfirmen, um neue Spenderinnen und Spender zu kontaktieren. Sofern die Firma Mitglied im schweizerischen Direct Marketingverband ist, muss sie die vermieteten Adressen mit der Robinsonliste abgleichen.

Der Eintrag in der Robinsonliste hat aber keinen Einfluss auf bestehende Adresskarteien von Hilfswerken. Setzen Sie sich direkt mit dem Hilfswerk in Verbindung, wenn sie weniger oder gar keine Post mehr von ihm erhalten möchten. Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel sind verpflichtet, die Wünsche von Spenderinnen und Spendern zu berücksichtigen.

Die folgenden Sendungen werden Ihnen nicht mehr zugestellt:

  • unadressierte kommerzielle Werbung
  • unadressierte Spendenaufrufe von Hilfswerken ohne Zewo-Gütesiegel

Sie erhalten aber weiterhin unadressierte Informationen von öffentlichem Interesse. Dazu zählen beispielsweise Unterlagen von politischen Parteien und Spendenaufrufe von Zewo-zertifizierten Hilfswerken.

Dadurch bewirken Sie nichts. Sie bringen nur zum Ausdruck, dass Sie einen bestimmten Brief nicht annehmen wollen. Sie werden aber auch in Zukunft wieder Post erhalten. Es ist einfacher, wenn sie den Brief zum Altpapier legen. Wie Sie die Post in Ihrem Briefkasten reduzieren können, erfahren Sie hier.

Die Zewo hat keinen Zugriff auf die Adressdaten der Hilfswerke. Bitte wenden Sie sich direkt an die Organisationen und beachten Sie unsere Tipps, wie Sie die Post in Ihrem Briefkasten reduzieren können.

Dafür kommen folgende Möglichkeiten in Frage.

  • Sie haben der Organisation bereits einmal gespendet und sind seither in der Datenbank des Hilfswerks registriert.
  • Sie haben der Organisation in einem anderen Zusammenhang ihre Adresse gegeben.
  • Um neue Spenderinnen und Spender zu gewinnen, schreiben die Hilfswerke auch Personen an, die sie noch nicht kennen. Die Adressen stammen aus dem Telefonbuch oder von Adressvermittlungsfirmen. Diese vermieten ihnen bekannte Adressen für den einmaligen Gebrauch.

Um die eigenen erfassten Daten bei den Adressvermittlungsfirmen abzufragen, stellt der Eidg. Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte hier Musterbriefe zur Verfügung.

Nein. Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel dürfen Spenderdaten weder verkaufen, vermieten oder tauschen. Sie haben auch gar kein Interesse daran, die Adressen ihrer Spenderinnen und Spender anderen Organisationen bekannt zu geben und behandeln Ihre Daten vertraulich.

Der Unterschied ergibt sich aus den zwei unterschiedlichen Einzahlungsvarianten.

  • Sie haben einen orangen Einzahlungsschein mit Referenz- und Kontonummer erhalten. Bei der angegebenen «Kontonummer» handelt es sich um eine sogenannte ESR-Teilnehmernummer zur automatischen Identifikation des Zahlungsempfängers. Sie beginnt üblicherweise mit den Ziffern 01. Damit kann Ihre Spende an das Hilfswerk elektronisch verarbeitet werden. Das spart Zeit und ist Geld.
  • Sie haben einen roten Einzahlungsschein erhalten. Diese Kontonummer entspricht der Nummer auf der Website der Zewo und ist somit die eigentliche Kontonummer des Hilfswerks. Ihre Zahlung wird in diesem Fall manuell verarbeitet.

Um sicher zu gehen, dass Ihre Spende auf das richtige Konto gelangt, überprüfen Sie, ob die auf dem Einzahlungsschein angegebene Adresse mit den Angaben auf der Website der Zewo übereinstimmt.

  

Fragen zu Sammlungsmethoden

Online-Spenden sind eine einfache und schnelle Art zu helfen. Viele Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel bieten diese Möglichkeit auf ihrer Webseite an. Mit unserer Hilfswerksuche finden Sie schnell und einfach eine passende Organisation, die Ihr Vertrauen verdient. 

Auf letshelp.ch, der Schweizer Spendenplattform von Zewo, Swissfundraising und Swisscom, erhalten Sie Zugang zu Projekten von vertrauenswürdigen Hilfswerken. Dort können Sie ein ausgewähltes Projekt direkt und zweckgebunden unterstützen. Nur Hilfswerke, die das strenge Prüfverfahren der Zewo erfolgreich durchlaufen haben, erhalten Zugang zur Plattform. Diese Qualitätssicherung unterscheidet letshelp.ch von anderen Spendenplattformen. 

Generell gilt: Achten Sie darauf, den jeweils günstigsten Zahlungskanal zu wählen.

Auch Spenden per SMS sind willkommen. Jedoch fallen je nach Anbieter und Zahlungsart unterschiedlich hohe Transaktionsgebühren an, die von der Spende abgezogen werden, ehe die Spende zum Hilfswerk gelangt. Diese könne je nach Mobilfunkanbieter variieren.

Vorteile einer Spende per SMS

  • Die SMS-Spende ist eine schnelle und unkomplizierte Art zu spenden.
  • Die SMS-Spenden können papierlos und ohne Angabe der Adressdaten getätigt werden. Sie erhalten keine weiteren Sammlungsaufrufe im Briefkasten und Ihre Adressdaten werden nicht in der Spenderdatenbank des Hilfswerks registriert. Es sei denn, Sie wünschen eine Spendenbestätigung.
     

Nachteile einer Spende per SMS

  • Die anfallenden Transaktionsgebühren sind für den Spender meist nicht klar ersichtlich, da sie je nach Mobilfunkanbieter und Art des Abonnements stark variieren können.
  • Bei Prepay-Kunden wird Mehrwertsteuer auf die Spende verrechnet.
  • Es sind mehrere Stellen involviert, was den Geldfluss von den Spendenden zu den Hilfswerken kompliziert und verlangsamt.

Eine Banküberweisung per Onlinebanking auf das Spendenkonto des Hilfswerks kommt schneller an und ist kostengünstiger.

Wenn Sie von einer Sache überzeugt sind und diese regelmässig unterstützen möchten, ja. Lastschriftverfahren sind kostengünstig und praktisch. Die Spende wird bis auf Widerruf jeweils direkt von Ihrem Konto abgebucht. Sie erhalten eine Belastungsanzeige und können die Zahlung während 30 Tagen widerrufen.

Grundsätzlich leisten Sie mit einer Geldspende die grösstmöglich Hilfe. Sie kann flexibler eingesetzt werden als eine Sachspende und verursacht keine Lager- und Transportkosten.
Sollte eine Hilfsorganisation konkret um bestimmte Sachspenden bitten, sind diese natürlich äusserst willkommen. Spenden Sie aber bitte jene Güter, die benötigt werden. Sonst kommt es zu logistischen Problemen oder die Waren verderben, bevor sie ihr Ziel erreicht haben.
Bei Kleidersammlungen ist es wichtig, auf die Qualität und Sauberkeit der Artikel zu achten. Beschädigte und verschmutzte Stücke müssen aussortiert werden.

Patenschaften, bei denen Sie ein bevorzugtes Kind auswählen müssen, führen zu Spannungen in der Gemeinschaft. Organisationen, die mit diesem Marketingtrick um Spenden werben, nutzen die Notlage der persönlichen Patenkinder aus. Sie vermitteln ein problematisches Bild von den Ländern des Südens.

Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel verzichten aus entwicklungspolitischen Gründen und zum Schutz der Kinder auf diese Sammlungmethode. Kinder brauchen für eine gute Entwicklung, Bildung, medizinische Versorgung, gesunde Ernährung und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Es braucht also Schulen, Arzte, Medikament und Spitäler, Brunnen und landwirtschaftliche Projekte. Wer sinnvoll helfen will, sollte also eine Patenschaft für ein Projekt oder ein bestimmtes Thema übernehmen.

Die Kinder brauchen für ihre Entwicklung nicht Patinnen und Paten, die ihnen wohlmeinend Geschenke schicken, Briefe schreiben, zu Besuch kommen, vielleicht sogar Einfluss nehmen wollen und dann Dankbarkeit vom Kind erwarten. Die Erfahrung zeigt, dass mit persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland auf beiden Seiten falsche Erwartungen und unerfüllbare Wünsche geweckt werden, was schliesslich zu sozialen Spannungen und zu Enttäuschungen führt.

Die Zewo lehnt diese Sammlungsmethode deshalb klar ab und empfiehlt sinnvolle Alternativen zur Unterstützung. Mehr dazu entnehmen Sie unserem Merkblatt «Patenschaften für Kinder im Ausland».

Patenschaften für konkrete Projekte oder für ein bestimmtes Thema wie Bildung, oder Gesundheit, sind sinnvoll und helfen nachhaltig. Mehr dazu entnehmen Sie dem  Merkblatt «Patenschaften für Kinder im Ausland».

Lassen Sie sich nicht zu einer Spende drängen. Verlangen Sie Unterlagen mit einem Einzahlungsschein und studieren Sie diese in Ruhe. Wenn Sie an der Fortführung des Gesprächs nicht interessiert sind, geben Sie dies klar zu erkennen.

Machen Sie von Ihrem Recht auf Rücktritt innerhalb von 7 Tagen Gebrauch. Teilen Sie dies der Organisation schriftlich mit.

Melden Sie sich direkt beim betroffenen Hilfswerk oder bei der Zewo. Wenn wir feststellen, dass eine Organisation mit Gütesiegel von unseren Kriterien abweicht, gehen wir dem Sachverhalt unverzüglich nach.

Wir sammeln auch Hinweise und Beschwerden zu Organisationen ohne Zewo-Gütesiegel. Wenn die Organisation von unseren Kriterien abweicht, machen wir in schwerwiegenden Fällen oder bei sehr vielen Beschwerden auf unserer Website unter Warnungen, darauf aufmerksam.

    

Fragen zu Geschenkbeilagen

Gewisse Organisationen haben die Erfahrung gemacht, dass Spenderinnen und Spender sich über kleine Geschenke freuen und dann etwas mehr spenden.

Ja, es sind ja Geschenke. Sie dürfen diese behalten oder weitergeben, wenn Sie keine Verwendung dafür haben. Sie sind auch nicht verpflichtet, etwas zu spenden.

Nein. Das verursacht nur unnötigen Aufwand. Sie dürfen diese behalten oder weitergeben, wenn Sie keine Verwendung dafür haben. Sie sind auch nicht verpflichtet, etwas zu spenden. Teilen Sie der Organisation mit, wenn Sie in Zukunft keine solchen Geschenkbeilagen mehr möchten. Organisationen mit Zewo-Gütesiegel sind verpflichtet, die Wünsche ihrer Spenderinnen und Spender nach Postzustellung zu berücksichtigen.

Seriöse Organisationen stellen keine unbestellten Waren gegen Rechnung zu. Wer dennoch ein solches Angebot von einem Hilfswerk erhält, kann dies der Zewo melden. So können wir vor der unseriösen Organisation warnen. Die Ware müssen Sie nicht bezahlen. Sie sollten sie aber aufbewahren für den Fall, dass der Absender sie zurückfordert. Es ist uns allerdings kein Fall bekannt, in dem dies tatsächlich gefordert wurde. Handelt es sich um einen offensichtlichen Irrtum, sollten Sie den Absender benachrichtigen.

Die Übersicht über die Onlineshops von Hilfswerken mit Zewo-Gütesiegel wird regelmässig aktualisiert. Dort finden Sie viele Geschenkideen, die doppelt Freude bereiten. Das Merkblatt «Sinnvoll schenken» informiert, was die Angebote unterscheidet und worauf Sie beim Einkauf achten sollten.

   

Fragen zu Legaten

Viele Menschen möchten über ihr Leben hinaus etwas Gutes bewirken. Deshalb berücksichtigen sie ein Hilfswerk mit einem bestimmten Betrag im Testament. Solche Zuwendungen aus einer Erbschaft nennt man Legate.

Das Legat muss in einem rechtsgültigen Testament vermerkt sein. Sie können die Organisation Ihrer Wahl mit einem bestimmten Betrag oder mit einem Anteil an Ihrem Nachlass berücksichtigen. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflichtteile von gesetzlichen Erben nicht verletzen.

Sollten Sie Bedingungen an das Legat knüpfen wollen, achten Sie bitte darauf, dass die Zwecksetzung nicht zu eng ist. Mehr dazu entnehmen Sie unserem Merkblatt «Legate».

    

Fragen zu administrativen Kosten

Solche Aussagen sollen den Eindruck vermitteln, die Organisation arbeite besonders effizient und es entstehe ihr kein administrativer Aufwand. Das ist aber unrealistisch. In jeder vertrauenswürdigen Organisation fallen aber notwendigerweise administrative Aufgaben an. Zum Beispiel für das Führen einer korrekten Buchhaltung und deren Kontrolle, das Erstellen eines Jahresberichts und natürlich auch für das Sammeln von Spenden. Ob dieser Aufwand aus Spenden oder aus anderen Einnahmen finanziert wird, ist für unerheblich. Wichtig ist, dass der Anteil der Kosten für administrative Aufgaben angemessen bleibt.

Auch wenn Spenden sammeln etwas kostet und administrative Aufgaben nötig sind, gibt es Grenzen. Mindestens 65% des Aufwands sollten für die Leistungserbringung verwendet werden. Für Fundraising und Werbung sollte nicht mehr als 25% eingesetzt werden.

Aber denken Sie bei Kennzahlen immer daran, dass man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann. Hilfswerke sind vielfältig. Ihre Tätigkeit, ihre Grösse, die Aufgabenteilung in Netzwerken und der Zugang zu öffentlichen Geldern unterscheiden sich stark. Dies muss bei der Beurteilung im Einzelfall berücksichtigt werden. Die Zewo überprüft die Kosten der Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel regelmässig und berücksichtigt diese Einflussfaktoren.

Als Orientierungshilfe für Spenderinnen und Spender veröffentlicht sie aggregierte Durchschnittswerte. Anhand dieser erkennen Sie, ob eine bestimmte Organisation stark vom Durchschnitt ähnlicher Organisationen abweicht. Aber Vorsicht: Ein simpler Zahlenvergleich sagt nicht alles. Es kann Umstände geben, die Kennzahlen verzerren. Fragen Sie nach den Gründen, wenn Sie den Eindruck haben, ein Hilfswerk setzte einen zu grossen Teil seiner Mittel für das Spenden sammeln und die Administration ein.

Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel setzen im Durchschnitt 79% der Mittel für Projekte und Dienstleistungen ein. Sie benötigen durchschnittlich 13% für administrative Aufgaben und wenden im Schnitt 8% für die Mittelbeschaffung auf.

Die Gehälter der im Dienste der Organisation stehenden Personen sollen den Umständen angemessen sein. Sie dürfen die orts- und marktüblichen Ansätze für Personal mit ähnlicher Verantwortung und Arbeitsleistung nicht übersteigen.

Die meisten Hilfswerke verfügen über finanzielle Mittel, die sie nicht unmittelbar für die Erbringung der Leistung einsetzen. Zum Beispiel weil die Mittel zweckgebunden sind und nur die Erträge daraus verwendet werden dürfen, da sie bei langfristig geplanten Projekten erst später benötigt werden oder weil eine Investition erst getätigt werden kann, wenn die Finanzierung gesichert ist. Zudem ist es sinnvoll, wenn Hilfswerke auch über etwas finanzielle Reserven verfügen. Ansonsten wären sie bei kurzfristigen Einnahmenschwankungen gezwungen, ihre Leistungen sofort einzustellen.

Damit der finanzielle Wert dieser Mittel erhalten bleibt oder sich, wenn möglich sogar noch erhöht, können Hilfswerke diese nicht sofort benötigten finanziellen Mittel in Wertpapieren anlegen. Dabei ist aber wichtig, dass sie sich an ein Anlagereglement halten, dass der Risikofähigkeit der Organisation Rechnung trägt.

Die Zewo-Spendentipps als Kurzfilm


Verzeichnis der Organisationen mit Zewo-Gütesiegel

Alle Werke mit Zewo-Gütesiegel auf einen Blick

Hier finden Sie alle Zewo-zertifizierten Hilfswerke in einem Adressverzeichnis.

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