Spendenstatistik

Spendenvolumen in der Schweiz. Einnahmen und Wachstum von Hilfswerken.

So viele Spenden wie noch nie

Ergebnisse der Zewo-Spendenstatistik 2015

Zürich, 15. September 2016. Im Jahr 2015 haben Hilfswerke in der Schweiz 1,8 Milliarden Franken Spenden erhalten. Das sind über 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Wie aus der Zewo-Spendenstatistik hervorgeht, hat das Spendenvolumen in der Schweiz somit eine neue Höchstmarke erreicht.

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Noch nie haben Hilfswerke, die in der Schweiz sammeln soviel Spenden erhalten wie im Jahr 2015. Insgesamt waren es 1,8 Milliarden Franken. 6 von 10 Franken gingen an Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel.

Private Haushalte spenden mehr

Zwei von drei Spendenfranken, die Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel erhalten haben, kamen direkt von privaten Haushalten. Jeden dritten Spendenfranken haben sie von einer Institution erhalten, also beispielsweise einer Stiftung, einer Gemeinde oder einer Firma. Die privaten Haushalte haben generell mehr gespendet als im Jahr zuvor. Sowohl die Klein- als auch Grossspenden aber auch die Mitgliederbeiträge und die Einnahmen aus Patenschaften sind gestiegen. Die Geschäftsleiterin der Zewo, Martina Ziegerer, ist beeindruckt:«Diese Zahlen zeigen, dass die Hilfsbereitschaft in der Schweiz gross ist und die Menschen die Arbeit der Hilfswerke für richtig und wichtig erachten.»

Flüchtlingskrise und Nepal bewegten zum Spenden

Der grösste Teil der Spenden ging an humanitäre Organisationen, die im Ausland tätig sind. Sie erhielten im Jahr 2015 über eine halbe Milliarde Franken Spenden. Mit einem Wachstum von 32 Millionen Franken haben sie auch den grössten Teil der zusätzlichen Spenden erhalten. «Eine mögliche Erklärung dafür könnten die Flüchtlingskrise und das Erdbeben in Nepal sein», sagt Ziegerer, «beide Ereignisse machten die Menschen in der Schweiz im vergangenen Jahr betroffen und bewegte sie zum Spenden».

Grosszügiger in Testamenten berücksichtigt

Die Vermächtnisse aus Erbschaften an Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel erreichen im Jahr 2015 mit 164 Millionen Franken einen neuen Höchststand. Hilfswerke, die im Bereich Gesundheit, Sucht und Behinderung tätig sind, erhielten jeden vierten Spendenfranken aus einem Legat, soziale Organisationen, die im Inland tätig sind, jeden fünften. Bei diesen Organisationen machen Legate einen vergleichsweise hohen Anteil der Spenden aus. Bei humanitären Organisationen, die im Ausland tätig sind, stammt nicht einmal jeder zehnte Spendenfranken aus einem testamentarischen Vermächtnis.

Stiftungen und Kirchen vergeben mehr an zertifizierte Hilfswerke

Während die Spendentätigkeit von Firmen, Gemeinden und Kantonen seit Jahren auf vergleichsweise tiefem Niveau konstant bleibt, haben Stiftungen und Kirchen im Jahr 2015 erneut mehr Gelder an Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel vergeben. Auch hier ist seit mehreren Jahren ein kontinuierliches Wachstum zu beobachten. Es erreichte mit 276 Millionen Franken im Jahr 2015 einen neuen Höchststand. «Institutionelle Geldgeber legen besonderen Wert darauf, dass Hilfswerke über das nötige Fachwissen verfügen und professionell arbeiten», sagt Ziegerer dazu.

Neue Zahlungskanäle wachsen, sind für Spenden aber weiterhin von untergeordneter Bedeutung

Von 100 Franken gelangen immer noch erst 65 Rappen über neue Zahlungskanäle wie SMS oder Internetspenden an die Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel. Der Anteil hat sich allerdings fast verdoppelt. Ein Jahr zuvor waren es noch 35 Rappen. Zewo-zertifizierte Hilfswerke erhalten weiterhin 92 von 100 Spendenfranken via Post- oder Banküberweisung.

Gesamteinnahmen der Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel auf 3,3 Milliarden Franken gestiegen

Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel haben im Jahr 2015 insgesamt nicht nur 64 Millionen Franken mehr Spenden erhalten, sondern auch zusätzliche öffentliche Gelder in der Höhe von 37 Millionen Franken. Ihre gesamten Einnahmen erreichten im Jahr 2015 mit 3,3 Milliarden Franken ebenfalls einen neuen Höchststand.

Mehr Spenden für Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel

Das Fazit ist aus Sicht der Zewo erfreulich. Hilfswerke, die ihr Prüfverfahren erfolgreich durchlaufen haben, erhielten 2015 nicht nur mehr Spenden als im Jahr zuvor. Der direkte Vergleich bei den 50 grössten Hilfswerken in der Schweiz zeigt, dass die zertifizierten Hilfswerke auch schneller gewachsen, als jene, die kein Gütesiegel haben.

Die Stiftung Zewo hat die Spendenstatistik 2015 in Zusammenarbeit mit dem Verbandsmanagement-Institut (VMI) der Universität Freiburg erstellt.

Medienanfragen

Martina Ziegerer, Geschäftsleiterin, gibt gerne Auskunft.

Telefon 044 366 99 55

Mail: [tocco-encoded-addr:MTA5LDEwMSwxMDAsMTA1LDEwMSwxMTAsOTcsMTEwLDEwMiwxMTQsOTcsMTAzLDEwMSw2NCwxMjIsMTAxLDExOSwxMTEsNDYsOTksMTA0]

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