Schritt 6

Regelmässige Kontrollen bestehen und Sanktionen vermeiden

Die Zewo kontrolliert Organisationen mit Gütesiegel regelmässig auf die Einhaltung der strengen Anforderungen. Nichterfüllen hat Konsequenzen.

Jahreskontrolle

Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel sind verpflichtet, der Zewo jedes Jahr den Jahresbericht und die  Jahresrechnung mit Revisionsbericht zur Durchsicht einzureichen. Die Zewo kann jederzeit Einblick in weitere Unterlagen verlangen.

Rezertifizierung

Hilfswerke mit Zewo-Gütesiegel durchlaufen alle fünf Jahre eine erneute Prüfung. Nur wer die Anforderungen der 21 Zewo-Standards weiterhin erfüllt, darf das Zewo-Gütesiegel für weitere fünf Jahre tragen. Sollten Abweichungen festgestellt werden, werden Auflagen formuliert, die innert einer gesetzten Frist erfüllt werden müssen. In besonderen Fällen kann die Zewo eine Rezertifizierung vorziehen.

Kontrolle von Auflagen

Die Zewo kontrolliert, ob zertifizierte Hilfswerke allfällige Auflagen aus den Rezertifizierungen innerhalb der gesetzten Frist erfüllen.

Entzug des Gütesiegels

Er gibt verschiedene Gründe, die zum Verlust des Zewo-Gütesiegels führen können:

1. Nicht Erfüllen der Auflagen: Stellt die Zewo fest, dass eine Organisation die Auflagen nicht innerhalb der gesetzten Fristen umgesetzt hat, leitet sie den Gütesiegelentzug ein.

2. Verstoss gegen die 21 Zewo-Standards: Wenn ein Hilfswerk wiederholt oder schwer gegen die Bestimmungen der Zewo verstösst, entzieht ihr die Zewo das Recht zum Tragen des Gütesiegels.

3. Verletzung der Mitwirkungspflicht: Kommt eine Organisation ihren Mitwirkungspflichten im Zertifizierungsverfahren trotz wiederholter Mahnung nicht oder nur unvollständig nach, verliert sie das Recht zum Tragen des Zewo-Gütesiegels.

 

Rekursmöglichkeiten

Konsequenzen

Nach Beendigung des Rechts zum Führen des Gütesiegels darf die Organisation die Garantiemarke nicht mehr verwenden. Drucksachen mit dem Gütesiegel sind sofort zu vernichten.

Bei weiterer Benutzung des Gütesiegels behält sich die Zewo zivil- und strafrechtliche Massnahmen vor. Gemäss Art. 63 MSchG kann diese mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.