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FAQ – Häufige Fragen an die ZEWO
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1. Fragen rund ums Spenden

Worauf soll ich beim Spenden achten?
Wann sollte ich beim Spenden misstrauisch werden?
Soll ich meine Spende auf möglichst viele Organisationen verteilen?

Soll ich jedes Jahr eine andere Organisation unterstützen?

Welche Organisationen soll ich berücksichtigen?

Wie kann ich selber eine Organisation einschätzen?

Welche Organisationen tragen das ZEWO-Gütesiegel?

Kann ich meine Spenden von der Steuer abziehen?


2. Sammlungsaufrufe von Hilfswerken

Weshalb bekomme ich soviel Post von Hilfswerken?
Worauf soll ich bei Sammelaufrufen achten?

Was kann ich gegen die Flut Sammlungsaufrufen in meinem Briefkasten tun?

Wie bekomme ich einen Stern * im Telefonbuch und was bewirkt er?

Wie komme ich auf die Robinsonliste und was bewirkt der Eintrag?

Was bewirkt ein Stopp-Werbung Kleber auf dem Briefkasten?

Soll man Sammlungsaufrufe, die man nicht berücksichtigen will, mit dem Vermerk «refusée» unfrankiert zurück schicken?

Kann ich mich via ZEWO aus allen Spenderkarteien löschen lassen?

Woher haben die Organisationen meine Adresse?

Geben die Hilfswerke meine Adresse weiter?


3. Sammlungsmethoden

Soll ich via Internet spenden?
Soll ich zum Spenden ein Lastschriftverfahren (LSV) unterzeichnen?

Was ist besser: Eine Sachspende zu machen oder Geld zu spenden?

Weshalb raten sie von persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland ab?

Welche Alternativen gibt es zu persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland?

Gibt es Richtlinien für Sammlungen per Telefon?

Was tun, wenn mich Sammelnde bedrängen, zu Hause, am Telefon oder unterwegs?

Ich habe unter Druck eine Spende zugesagt, die ich gar nicht machen wollte. Was kann ich tun?

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich über eine Organisation beschweren will?


4. Geschenkbeilagen

Weshalb senden die Organisationen Geschenkbeilagen?
Darf ich Geschenkbeilagen behalten?

Soll ich Geschenkbeilagen zurückschicken?

Was tun wenn ich etwas bekomme, das ich gar nicht bestellt habe?

Wo finde ich eine Liste mit sinnvollen Geschenken?

5. Legate

Was sind Legate?
Worauf muss ich achten, wenn ich ein Legat machen will?


6. Administrative Kosten

Was heisst das, wenn eine Organisation angibt, die ganzen Spenden direkt an die Bedürftigen weiterzuleiten? Gibt es Hilfswerke, bei denen 100% der Spenden in Projekte fliesst?
Wieviel darf ein Hilfswerk für die Administration ausgeben?

Wieviel vom Spendenfranken kommt an?

Gibt es Richtlinien für Löhne und Anstellungsbedingungen bei NPO?

Dürfen Hilfswerke ihr Geld in Wertpapieren anlegen?


7. ZEWO

Was prüft die ZEWO genau?
Wie prüft die ZEWO?

Besucht die ZEWO auch Projekte im Ausland?

Wie wird die ZEWO finanziert?

Gibt es ein internationales Gütesiegel?

Weshalb können sich Tierschutzorganisationen nicht zertifizieren lassen?

 

 
  Worauf soll ich beim Spenden achten?

Erstens: Fragen Sie sich, was Ihnen besonders am Herzen liegt. Ist es der Unweltschutz oder die Bekämpfung von Hunger und Armut, sind es Menschen mit einer bestimmen Krankheit, Sucht oder Behinderung oder sind es Kinder, Familien oder ältere Leute, die in besonders schwierigen Verhältnissen leben? Vielleicht gibt es ja auch zwei oder drei Bereiche, in denen Sie sich engagieren möchten.

Zweitens: Informieren Sie sich, welche Organisationen in diesem Bereich tätig sind. Zum Beispiel mit der Online-Datenbank oder mit einem Anruf auf der ZEWO-Geschäftsstelle.

Drittens: Vergewissern Sie sich, dass die Organisation, die Sie berücksichtigen möchten, seriös ist. Achten Sie darauf, dass sie transparent ist. Verlangen Sie Unterlagen und studieren Sie den Jahrsbericht und die Statuten. Analysieren Sie die Jahresrechnung und den Revisionsbericht. Machen Sie sich ein Bild über die Tätigkeit, die Kostenstruktur, die Sammelmethoden und die Mittelverwendung. Vergewissern Sie sich, dass die Organisation einen gemeinnützigen Zweck verfolgt, wirkungsorientiert arbeitet und dass sie über angemessene Führungsstrukturen und Kontrollmechanismen verfügt.

All dies braucht etwas Zeit und Erfahrung. Einfacher ist es, wenn Sie auf das ZEWO-Gütesiegel achten. Organisationen, die dieses Zeichen tragen, erfüllen über 100 von der ZEWO geprüfte Kriterien. Sie werden regelmässig kontrolliert und gehen gewissenhaft mit Spenden um.

Viertens: Verzetteln Sie sich nicht. Verteilen Sie die verfügbaren Mittel nicht auf zu viele Hilfswerke und wechseln Sie die unterstützten Organisationen nicht zu häufig. Unterstützen Sie lieber regelmässig einige wenige, sorgfältig ausgewählte Organisationen. Dies ermöglicht Ihnen eine intensivere Auseinandersetzung mit den gewählten Themen. Die Organisationen freuen sich über das so zum Ausdruck gebrachte ideelle Mittragen der Anliegen und können besser planen. Sie selber werden dadurch weniger Post von Hilfswerken erhalten.

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  Wann sollte ich beim Spenden misstrauisch werden?

Die meisten Hilfswerke sind seriös und setzen sich mit grossem Engagement für ihre Sache ein. Leider kommt es aber immer wieder vor, dass einzelne unseriöse Organisationen die Hilfsbereitschaft von Spenderinnen und Spendern ausnützen wollen.

Vorsicht ist am Platz,

  • wenn mit übertriebenen Geschichten und schrecklichen Bildern starke Emotionen geweckt werden, wenn mit besonderer Dringlichkeit, mit fragwürdigen oder aggressiven Methoden gesammelt wird. Lassen Sie sich beim Spenden nie unter Druck setzen. Vertrauenswürdige Hilfswerke informieren Sie gerne sachlich über ihre Arbeit.
  • wenn eine Spenden sammelnde Organisation nicht transparent ist. Das heisst, wenn sie keinen Jahresbericht veröffentlicht aus dem hervorgeht, was sie bezweckt, wer ihre Organe sind und wofür sie die Spendengelder verwendet hat. Dazu braucht es eine aussagekräftigen, revidierten Jahresrechnung und einen Leistungsbericht.
  • wenn eine Organisation vorgibt, für einen gemeinnützigen Zweck zu sammeln, gleichzeitig aber auch kommerzielle Interessen verfolgt und unklar ist, was dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommt.
  • wenn eine Organisationen unbestellte Waren gegen Rechnung zustellt.
  • wenn eine Spenden sammelnde Organisation übertreibt. Zum Beispiel wenn sie behauptet, dass 100 % der Spenden in Projekte fliessen und so den Anschein erweckt, dass ihr kein administrativer Aufwand entsteht.
  • wenn bei Katastrophen Trittbrettfahrer auftauchen, welche die besonders grosse Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ausnutzen. Sie sammeln Spenden, haben aber nicht die nötige Erfahrung, um die versprochene Hilfe auch wirklich leisten zu können.
  • wenn unbekannte Personen vorgeben, für ein Hilfswerk zu sammeln, sich aber nicht ausweisen können, dass sie vom Hilfswerk dazu beauftragt und geschult worden sind.
  • wenn bei Spendenplattformen nicht klar ist, wer dahinter steht, nach welchen Kriterien die unterstützten Organisationen und Projekte ausgewählt werden und ob es eine Kontrolle der Mittelflüsse gibt.
  • wenn mit persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland geworben wird.

Wichtig: Wenn Sie nicht sicher sind, können Sie bei der ZEWO nachfragen, ob eine bestimmte Organisation bekannt ist und was wir von ihr halten. Oder Sie können sich auf der Website Die ZEWO warnt informieren, vor welchen Organisationen aktuell gewarnt wird.

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  Soll ich meine Spende auf möglichst viele Organisationen verteilen?

Nein. Es ist besser, wenige sorgfältig ausgewählte Organisationen mit einem etwas grösseren Betrag zu unterstützen als das zur Verfügung stehende Budget auf möglichst viele Organisationen zu verteilen. Es verursacht weniger administrativen Aufwand und Sie erhalten selber auch weniger Post.

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  Soll ich jedes Jahr eine andere Organisation unterstützen?

Nein. Es ist besser, wenige sorgfältig ausgewählte Organisationen regelmässig zu unterstützen. Ein häufiger Wechsel verursacht Aufwand bei den Hilfswerken und füllt den eigenen Briefkasten immer mehr.

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  Welche Organisationen soll ich berücksichtigen?

Fragen Sie sich, welcher Zweck Ihnen besonders am Herzen liegt. Achten Sie bei den Organisationen, die sich für diesen Zweck einsetzen, darauf dass sie seriös sind. Orientieren Sie sich dazu am ZEWO-Gütesiegel auf dem Einzahlungsschein, konsultieren Sie das Verzeichnis der geprüften Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel oder machen Sie eine Abfrage auf unserer Online-Datenbank.

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  Wie kann ich selber eine Organisation einschätzen?

Wichtig ist, dass eine Organisation transparent ist. Verlangen Sie Unterlagen und studieren Sie den Jahrsbericht und die Statuten, analysieren Sie die Jahresrechnung und den Revisionsbericht. Machen Sie sich ein Bild über ihre Tätigkeit, die Kostenstruktur, die Sammelmethoden und die Mittelverwendung. Vergewissern Sie sich, dass die Organisation einen gemeinnützigen Zweck verfolgt, wirkungsorientiert arbeitet und dass sie über angemessene Führungsstrukturen und Kontrollmechanismen verfügt.

All das braucht etwas Zeit und Erfahrung. Einfacher ist es, wenn Sie auf das ZEWO-Gütesiegel achten. Organisationen, die dieses Zeichen tragen, erfüllen die über 100 von der ZEWO geprüfte Kriterien. Sie werden regelmässig kontrolliert und gehen gewissenhaft mit Spenden um.

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  Welche Organisationen tragen das ZEWO-Gütesiegel?

Über 500 gemeinnützige Organisationen , die unsere Anforderungen hinsichtlich Transparenz und Lauterkeit erfüllen.

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  Kann ich meine Spenden von der Steuer abziehen?

Ja. Spenden an Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel, können bei der Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern in Abzug gebracht werden. Die Höhe und die genauen Voraussetzungen sind von Kanton zu Kanton verschieden. Mehr dazu erfahren Sie aus unserem Merkblatt «Mit Spenden Steuern sparen» . Es wird jährlich aktualisiert.

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  Weshalb bekomme ich soviel Post von Hilfswerken?

Hilfswerke sind darauf angewiesen, immer wieder auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu bitten. Nur so bekommen sie die nötigen Spenden und können etwas bewirken. Für grössere Spenden bedanken sie sich schriftlich und stellen Ihnen eine Spendenbestätigung für die Steuern zu. Zudem informieren die Hilfswerke ihre Spenderinnen und Spender regelmässig, wofür sie die Zuwendungen eingesetzt haben. Grundsätzlich gilt also: Je mehr Hilfswerke Sie unterstützen, desto mehr Post werden Sie erhalten.

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  Worauf soll ich bei Sammelaufrufen achten?

Achten Sie auf das ZEWO-Gütesiegel auf dem Einzahlungsschein. Diese Organisationen sind geprüft und vertrauenswürdig. In allen anderen Fällen sollten Sie sich zuerst über die Organisation genau informieren: Jahresbericht, Jahresrechnung, Revisionsbericht und Statuten bestellen. Sie können auch bei der ZEWO nachfragen, ob sie die Organisation kennt und ob ihr etwas Negatives bekannt ist.

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  Was kann ich gegen die Flut von Sammlungsaufrufen in meinem Briefkasten tun?

Unterstützen Sie wenige sorgfältig ausgewählte Hilfswerke regelmässig. So reduziert sich die Post in Ihrem Briefkasten automatisch.

Informieren Sie die Werke, die sie unterstützen wollen über Ihre Wünsche. Teilen Sie mit, wieviel und welche Post Sie erhalten möchten und auf welche Sie lieber verzichten.

Falls Sie Post von einer Organisation bekommen, der Sie noch nie gespendet haben und die Sie auch in Zukunft nicht unterstützen wollen, können Sie den Sammlungsaufruf einfach zum Altpapier legen. Sie werden von diesem Hilfswerk in der Regel keine Post mehr bekommen. Ein Stern * im Telefonbuch und ein Eintrag auf der Robinsonliste helfen, die Post von unbekannten Organisationen zu reduzieren. Ein Stopp-Werbung Kleber am Briefkasten schützt vor unadressierter kommerzieller Werbung und unadressierten Sammlungsaufrufen von Organisationen ohne ZEWO-Gütesiegel.

Wenn Sie Post bekommen von einer Organisation, der Sie früher einmal gespendet hatten, die Sie in Zukunft aber nicht mehr unterstützen möchten, können Sie der Organisation mitteilen, dass Sie aus der Spendendatenbank gelöscht werden möchten.

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  Wie bekomme ich einen Stern * im Telefonbuch und was bewirkt er?

Bei der Swisscom Directories AG, kann man sich melden, wenn man einen Stern vor der Adresse im Telefonbuch eintragen lassen möchte (Telefon 0848 86 80 86). Der Eintrag bedeutet: «Wünscht keine Werbung» und bezieht sich auf adressierte Werbung und auf Telefonanrufe zu Werbezwecken. Die Adressen mit Stern * können nicht von der CD-Rom kopiert werden. Alle Werbetreibenden sollten diese Sperre beachten. Allerdings übernimmt Swisscom Directories keine Verantwortung dafür, wenn der Stern*-Eintrag missachtet wird. Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel sind verpflichtet, die Wünsche von Spenderinnen und Spendern zu respektieren und gleichen Adressen für die Neuspendergewinnung in der Regel mit dem Stern * im Telefonbuch ab. Der Eintrag hilft, Sammlungsaufrufe von Organisationen, denen man noch nie gespendet hat, zu reduzieren. Er hat aber keinen Einfluss auf die bestehenden Adresskarteien von Hilfswerken.

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  Wie komme ich auf die Robinsonliste und was bewirkt der Eintrag?

Sie können sich beim Schweizerischen Direct Marketingverband (SDV) in Rotkreuz auf die Robinsonliste setzen lassen. (www.sdv-asmd.ch, SDV Blegistrasse 1, Postfach, 6343 Rotkreuz).

Der Eintrag bedeutet: «Wünscht keine Werbung» und bezieht sich auf adressierte Werbung. Die Mitglieder des Schweizerischen Verbandes für Directmarketing haben sich in einem Ehrenkodex dazu verpflichtet, die auf der Robinsonliste vermerkten Personen nicht mit adressierter Werbung zu beliefern. Für Firmen, die nicht Mitglied des Verbands sind, besteht aber keine Verpflichtung, die Liste zu berücksichtigen. Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel sind verpflichtet, die Wünsche von Spenderinnen und Spendern zu respektieren und gleichen Adressen für die Neuspendergewinnung in der Regel mit dem Eintrag in der Robinsonliste ab.

Der Eintrag hilft, Sammlungsaufrufe von Organisationen, denen man noch nie gespendet hat, zu reduzieren. Er hat aber keinen Einfluss auf die bestehenden Adresskarteien von Hilfswerken.

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  Was bewirkt ein Stopp-Werbung Kleber auf dem Briefkasten?

Er schützt gegen unadressierte kommerzielle Werbung in Ihrem Briefkasten und vor unadressierten Spendenaufrufen von Organisationen ohne ZEWO-Gütesiegel. Informationen von öffentlichem Interesse und zu politischen Themen sowie Post von Hilfswerken mit ZEWO-Gütesiegel erhalten Sie weiterhin.

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  Soll man Sammlungsaufrufe, die man nicht berücksichtigen will, mit dem Vermerk «refusée» unfrankiert zurück schicken?

Sie bringen dadurch nur zum Ausdruck, dass Sie diesen Brief nicht annehmen wollen. Wenn Sie bei der Organisation als frühere Spenderin oder ehemaliger Gönner registriert sind, werden sie später wahrscheinlich dennoch wieder angeschrieben werden. Möchten Sie dies ändern, informieren Sie die Organisation, dass Sie aus der Adresskartei gestrichen werden möchten.

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  Kann ich mich via ZEWO aus allen Spenderkarteien löschen lassen?

Nein. Dafür müssen Sie sich direkt an die Hilfswerke wenden. Wir haben keinen Zugriff auf die Adressdaten der Hilfswerke.

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  Woher haben die Organisationen meine Adresse?

Wer einem Hilfswerk spendet, wird in die Datenbank aufgenommen und erhält dann regelmässig Post von dieser Organisation. Zudem müssen Hilfswerke auch neue Spenderinnen und Spender gewinnen. Dazu schreiben sie unbekannte Personen an. Sie nehmen die Adressen aus dem Telefonbuch oder mieten sie von spezialisierten Adressverwaltungsfirmen für den einmaligen Gebrauch.

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  Geben die Hilfswerke meine Adresse weiter?

Nein. Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel dürfen Ihre Daten weder verkaufen, vermieten noch tauschen und behandeln sie auch im eigenen Interesse vertraulich.

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  Soll ich via Internet spenden?

Auf der Website vieler Hilfswerke gibt es die Möglichkeit, online zu spenden. Es ist einfach und kostengünstig auf diese Weise ein Hilfswerk direkt zu unterstützen.

Vorsicht ist hingegen bei Spendenplattformen geboten. Oft ist nicht klar, wer die Betreiber sind, nach welchen Kriterien die vorgestellten Projekte und Organisationen ausgewählt wurden, wie diese kontrolliert werden und ob die Spende tatsächlich beim Hilfswerk ankommt. Möglich ist auch, dass die Betreiber der Spendenplattform eigennützige Motive haben, wie zum Beispiel den Aufbau einer Datenbank.

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  Soll ich zum Spenden ein Lastschriftverfahren (LSV) unterzeichnen?

Wenn Sie von einer gemeinnützigen Organisation überzeugt sind und diese regelmässig unterstützen möchten, können Sie dies kostengünstig mit einem Lastschriftverfahren tun. Die Spende wird so bis auf Widerruf jeweils direkt von Ihrem Konto überwiesen. Sie erhalten eine Belastungsanzeige und können die Zahlung während 30 Tagen widerrufen.

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  Was ist besser: Eine Sachspende zu machen oder Geld zu spenden?

Wenn Hilfswerke konkret um Sachspenden bitten, sind sie Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diesen Aufrufen nachkommen. Sie haben eine Bedarf erkannt und die Logistik bereitgestellt, die es braucht, dass die gespendeten Güter rechtzeitig bei den Bedürftigen ankommen. Wichtig ist, dass Sie nur solche Sachen spenden, um die das Hilfswerk gebeten hat und dies nur dann, wenn das Hilfswerk dazu aufruft. Sonst kommt es zu Problemen beim Transport, verursacht zusätzliche Kosten für die Lagerhaltung oder die Waren verderben bevor sie ihr Ziel erreicht haben. Bei Altkleidersammlungen ist es wichtig auf die Qualität und Sauberkeit zu achten. Beschädigte und verschmutzte Stücke müssen aussortiert werden.

Geldspenden können flexibler eingesetzt werden als Sachspenden und verursachen dem Hilfswerk keine Transportkosten.

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  Weshalb raten sie von persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland ab?

Leider gibt es Organisationen, die persönliche Patenschaften mit direkten Kontakten zu Kindern im Ausland gezielt als Marketinginstrument einsetzen. Damit sie mehr Spenden erhalten, instrumentalisieren sie Kinder in Notlagen zu Werbezwecken und vermitteln den Spenderinnen und Spendern ein problematisches Bild von den Ländern des Südens.

Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel verzichten aus entwicklungspolitischen Gründen und zum Schutz der Kinder auf solche Methoden. Kinder brauchen für eine gute Entwicklung, Bildung und Schulen, medizinische Versorgung und Spitäler, gesunde Ernährung und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit andern Worten: Es braucht Investitionen in die Infrastruktur und Projektarbeit. Wer sinnvoll helfen will, sollte also eine Patenschaft für ein Projekt, eine Region oder ein bestimmtes Thema übernehmen.

Die Kinder brauchen für ihre Entwicklung nicht Patinnen und Paten, die ihnen wohlmeinend Geschenke schicken, Briefe schreiben, zu Besuch kommen, vielleicht sogar Einfluss nehmen wollen und dann Dankbarkeit vom Kind erwarten. Die Erfahrung zeigt, dass mit persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland auf beiden Seiten falsche Erwartungen und unerfüllbare Wünsche geweckt werden, was schliesslich zu sozialen Spannungen und zu Enttäuschungen führt.

Die ZEWO lehnt diese Sammelmethode deshalb klar ab und empfiehlt sinnvolle Alternativen zur Unterstützung. Mehr dazu erfahren Sie aus unserem Merkblatt «Patenschaften für Kinder im Ausland» oder online.

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  Welche Alternativen gibt es zu persönlichen Patenschaften für Kinder im Ausland?

Patenschaften für Projekte, für die Entwicklung der Infrastruktur in einer Region oder für bestimmte Themen wir z.B. Bildung oder Gesundheit, sind sinnvoll und helfen nachhaltig. Mehr dazu erfahren Sie aus unserem Merkblatt Merkblatt «Patenschaften für Kinder im Ausland» oder online.

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  Gibt es Richtlinien für Sammlungen per Telefon?

Die ZEWO verlangt von Organisationen mit Gütesiegel, dass sie folgende Grundsätze beachten: Spenderinnen und Spender dürfen sich in ihrer Privatsphäre nicht behelligt fühlen. Dies gilt insbesondere für Sammlungen per Telefon. Sie dürfen keine aufdringliche Wirkung haben und die Angesprochenen sollen sich nicht zur Spende gedrängt fühlen. Das Gespräch muss sofort abgebrochen werden, wenn die angesprochene Person zu erkennen gibt, dass sie keine Fortsetzung des Gesprächs wünscht.

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  Was tun, wenn mich Sammelnde bedrängen, zu Hause, am Telefon oder unterwegs?

Lassen Sie sich nicht unter Druck zu einer Spende drängen. Verlangen Sie Unterlagen mit einem Einzahlungsschein und studieren sie diese in Ruhe. Wenn Sie an der Fortführung des Gesprächs nicht interessiert sind, geben Sie dies klar zu erkennen.

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  Ich habe unter Druck eine Spende zugesagt, die ich gar nicht machen wollte. Was kann ich tun?

Machen Sie von Ihrem Recht auf Rücktritt innerhalb von 7 Tagen Gebrauch. Teilen Sie dies der Organisation schriftlich mit.

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  An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich über eine Organisation beschweren will?

Melden Sie sich beim Hilfswerk oder bei der Stiftung ZEWO. Wenn wir feststellen, dass eine Organisation mit Gütesiegel von unseren Kriterien abweicht, gehen wir dem Sachverhalt unverzüglich nach.

Wir sammeln auch Beschwerden zu Organisationen ohne ZEWO-Gütesiegel. Wenn die Organisation von unseren Kriterien abweicht, machen wir in schwerwiegenden Fällen oder bei sehr vielen Beschwerden auf unserer Website in der Rubrik ZEWO warnt, darauf aufmerksam.

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  Weshalb senden die Organisationen Geschenkbeilagen?

Es gibt Organisationen, die die Erfahrung machen, dass Spenderinnen und Spender sich über kleine Geschenke freuen und dann etwas mehr spenden.

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  Darf ich Geschenkbeilagen behalten?

Ja, es sind ja Geschenke. Sie dürfen sie behalten oder weitergeben. Sie müssen sie weder aufbewahren noch bezahlen und sich auch nicht zu einer Spende verpflichtet fühlen.

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  Soll ich Geschenkbeilagen zurückschicken?

Das verursacht in der Regel nur unnötigen Aufwand. Es ist besser, wenn Sie der Organisation mitteilen, dass Sie in Zukunft keine solchen Geschenkbeilagen mehr möchten. Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel sind verpflichtet, die Wünsche ihrer Spenderinnen und Spender nach Postzustellung zu berücksichtigen.

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  Was tun, wenn ich etwas bekomme, das ich gar nicht bestellt habe?

Seriöse Organisationen stellen keine unbestellten Waren gegen Rechnung zu. Hilfswerken mit ZEWO-Gütesiegel ist dies sogar explizit untersagt.

Wer dennoch ein solches Angebot von einem Hilfswerk erhält, kann dies der ZEWO melden. Wir können dann vor der unseriösen Organisation warnen. Die Ware müssen Sie nicht bezahlen. Sie sollten sie aber aufbewahren für den Fall, dass der Absender sie zurückfordert. Es ist uns allerdings kein Fall bekannt, in dem dies tatsächlich gefordert wurde. Handelt es sich um einen offensichtlichen Irrtum, sollten Sie den Absender benachrichtigen.

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  Wo finde ich eine Liste mit sinnvollen Geschenken?

Die Übersicht über die Online Shops von Hilfswerken mit ZEWO-Gütesiegel wird jedes Jahr aktualisiert. Dort finden Sie viele Geschenkideen, die doppelt Freude bereiten. Das Merkblatt «sinnvoll schenken» informiert, was die Angebote unterscheidet und worauf Sie beim Einkauf achten sollten.

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  Was sind Legate?

Viele Menschen möchten über ihr Leben hinaus etwas Gutes bewirken. Deshalb berücksichtigen sie ein Hilfswerk, das sich für etwas einsetzt, das ihnen ganz besonders am Herzen liegt, mit einem bestimmten Betrag im Testament. Solche Zuwendungen aus einer Erbschaft nennt man Legate.

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  Worauf muss ich achten, wenn ich ein Legat machen will?

Es braucht ein gültiges Testament. Darin müssen Sie die gemeinnützige Organisation mit einem bestimmten Betrag berücksichtigen oder mit einem Anteil am Nachlass beteiligen. Wenn Sie Bedingungen an das Legat knüpfen wollen, sollten Sie darauf achten, dass die Zwecksetzung nicht zu eng ist. Mehr dazu erfahren Sie aus unserem Merkblatt «Legate».

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  Was heisst das, wenn eine Organisation angibt, die ganzen Spenden direkt an die Bedürftigen weiterzuleiten? Gibt es Hilfswerke, bei denen 100% der Spenden in Projekte fliesst?

Solche Aussagen sollen den Eindruck vermitteln, die Organisation arbeite besonders effizient und es entstehe ihr kein administrativer Aufwand. Das ist unrealistisch. In jeder vertrauenswürdigen Organisation müssen notwendigerweise administrative Aufgaben wahrgenommen werden. Zum Beispiel für das Führen einer korrekten Buchhaltung und deren Kontrolle, das Erstellen eines Jahrsberichts und natürlich auch für das Sammeln von Spenden. Ob dieser Aufwand aus Spenden oder aus anderen Einnahmen finanziert wird, ist für die Effizienz der Organisation unerheblich. Wichtig ist, dass der administrative Aufwand angemessen bleibt.

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  Wieviel darf ein Hilfswerk für die Administration ausgeben?

Das kann man nicht so generell beantworten, weil man sonst Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Aus den regelmässig durchgeführten ZEWO Kostenstudie wissen wir, dass es vier Faktoren gibt, die einen Einfluss auf die Kostenstruktur eines Hilfswerks haben: Das Tätigkeitsgebiet, die Grösse, die Struktur und der Anteil öffentlicher Gelder.

Bei humanitären Auslandorganisationen fliessen durchschnittlich 81% der Ausgaben in Projekte und Dienstleistungen während es bei Inlandorganisationen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich 78% sind. Grosse Organisationen verwenden im Schnitt 86% der Mittel für Projekte und Dienstleistungen. Bei kleineren Organisationen ist der Anteil der administrativen Kosten naturgemäss etwas höher. Dort werden im Schnitt 73% des Aufwands für Projekte und Dienstleistungen eingesetzt. Weiter hat sich gezeigt, dass zentrale Strukturen etwas kostengünstiger sind als dezentrale Organisationen mit regionalen Sektionen. Je grösser der Anteil der Aktivitäten ist, der mit öffentlichen Geldern finanziert werden kann, um so weniger muss die Organisation für Fundraising und Werbung aufwenden.

Zur Beurteilung, ob die administrativen Kosten eines Hilfswerks angemessen sind, muss der Einzelfall unter Berücksichtigung dieser Erfahrungswerte betrachtet werden. Die ZEWO macht dies alle 5 Jahre bei der Überprüfung der Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel.

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  Wieviel vom Spendenfranken kommt an?

Aufgrund der letzten Kostenstudie, an der rund 200 Hilfswerke mit ZEWO-Gütesiegel teilgenommen haben, wissen wir, dass sie im Durchschnitt 78 Prozent der Mittel für Projekte und Dienstleistungen einsetzten. 8% wenden sie für die Mittelbeschaffung und 14% für übrige administrative Tätigkeiten auf.

Zur Beurteilung, ob die administrativen Kosten im konkreten Fall angemessen sind, muss der Einzelfall unter Berücksichtigung der nachgewiesenen Einflussfaktoren betrachtet werden. Die ZEWO macht dies alle 5 Jahre bei der Überprüfung der Organisationen mit ZEWO-Gütesiegel.

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  Gibt es Richtlinien für Löhne und Anstellungsbedingungen bei NPO?

Die Gehälter der im Dienste der Organisation stehenden Personen sollen den Umständen angemessen sein. Sie dürfen die orts- und marktüblichen Ansätze für Personal mit ähnlicher Verantwortung und Arbeitsleistung nicht übersteigen.

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  Dürfen Hilfswerke ihr Geld in Wertpapieren anlegen?

Die meisten Hilfswerke verfügen über finanzielle Mittel, die sie nicht unmittelbar für die Erbringung der Leistung einsetzen. Zum Beispiel weil die Mittel zweckgebunden sind und nur die Erträge daraus verwendet werden dürfen, weil sie bei langfristig geplanten Projekten erst später benötigt werden oder weil eine Investition erst getätigt werden kann, wenn die Finanzierung gesichert ist. Zudem ist es sinnvoll, wenn Hilfswerke auch über etwas finanzielle Reserven verfügen. Ansonsten wären sie bei kurzfristigen Einnahmenschwankungen gezwungen, ihre Leistungen sofort einzustellen.

Damit der finanzielle Wert dieser Mittel erhalten bleibt oder sich wenn möglich sogar noch erhöht, können Hilfswerke diese nicht sofort benötigten finanziellen Mittel in Wertpapieren anlegen. Dabei ist aber wichtig, dass sie sich an ein Anlagereglement halten, dass der Risikofähigkeit der Organisation Rechnung trägt.

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  Was prüft die ZEWO genau?

Es sind fünf Hauptbereiche:

  • Gemeinnützigkeit
  • Zweckerfüllung, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit
  • Wirksame interne und externe Kontrollstrukturen
  • Transparenz hinsichtlich Tätigkeit und Rechnungslegung
  • Ethik in der Mittelbeschaffung und in der Kommunikation

Das heisst, wir prüfen, ob eine Spenden sammelnde Organisation auch wirklich einen gemeinnützigen Zweck verfolgt und ob sie die Spenden auch tatsächlich wirkungsorientiert zur Erfüllung dieses Zwecks einsetzt. Zudem analysieren wir die Kosten und machen uns ein Bild darüber, ob der administrative Aufwand und der Aufwand für die Mittelbeschaffung angemessen sind. Wir schauen an, ob das Hilfswerk so organisiert ist, dass es die interne Kontrolle gewährleisten kann und ob angemessene Kontrollen durch unabhängige Dritte gemacht werden. Weiter muss die Organisation transparent über ihren Hintergrund, ihre Organe und Ziele sowie über die Verwendung der Mittel und die erbrachten Leistungen Rechenschaft ablegen. Schliesslich legen wir Wert auf eine aufrichtige Kommunikation und auf eine faire Mittelbeschaffung.

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  Wie prüft die ZEWO?

Eine Prüfung umfasst folgende Schritte

  • Analyse öffentlich zugänglicher Informationen
  • Datenerhebung mit Fragebogen
  • Prüfung von internen Unterlagen
  • Besuch der Organisation
  • Einbezug von Fachexperten
  • Antrag an den Stiftungsrat
  • Rekursgericht überprüft Entscheide auf Verlangen

Wir analysieren die öffentlich zugänglichen Informationen wie Jahresbericht Jahresrechnung, Revisionsbericht, Statuten und Sammlungsaufrufe. Zudem erheben wir weitere Daten zum Beispiel zur Analyse der Kosten oder zur internen Kontrolle der Organisation. Wir prüfen Reglemente, Verträge und Protokolle. Zudem besuchen wir die Organisation und führen Interviews mit den Verantwortlichen. Zur Beurteilung der Jahresrechnung ziehen wir Wirtschaftsprüfer bei. Schliesslich formulieren wir das Prüfergebnis in einem Antrag an den Stiftungsrat. Dieser entscheidet. Ein unabhängiges Rekursgericht überprüft die Entscheide auf Verlangen.

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  Besucht die ZEWO auch Projekte im Ausland?

Wir prüfen die Organisation als Ganzes und beurteilen nicht einzelne Projekte. Da heisst: Wir schauen an, wie eine Organisation ihre Projekte plant und kontrolliert und ob sie die Verantwortung für die Verwendung der Mittel hat oder diese lediglich an eine Zentrale zur Verteilung weiterleitet. Es ist uns nicht möglich, einzelne Projekte im Ausland zu besuchen.

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  Wie wird die ZEWO finanziert?

Die ZEWO muss ihre Arbeit kostendeckend erbringen. Der Hauptteil der Einnahmen stammt aus den Prüf- und Lizenzgebühren für das Gütesiegel, weitere Einnahmen stammen von der Koordination des Sammlungskalenders und der jährlichen ZEWO-Tagung. Zur Weiterentwicklung von Standards- und Methoden versuchen wir bei Bedarf Beiträge von Vergabeorganisationen und von der öffentlichen Hand zu erhalten. Das Stiftungskapital von rund 3 Millionen Franken stammt hauptsächlich von den Kantonen. Die jährlichen Erträge daraus finanzieren unseren Betriebsaufwand mit.

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  Gibt es ein internationales Gütesiegel?

Es gibt in andern Ländern ähnliche Zertifizierungsstellen wie die ZEWO. Sie prüfen Hilfswerke und vergeben ein Spenden-Gütesiegel, das auf die Verhältnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern abgestimmt ist. Im International Committee on Fundraising Organizations (ICFO) sind diese Zertifizierungsstellen zusammengeschlossen. Ein internationales Spenden-Gütesiegel im Sinne der ZEWO gibt es jedoch nicht.

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  Weshalb können sich Tierschutzorganisationen nicht zertifizieren lassen?

Das ZEWO-Gütesiegel ist Organisationen vorbehalten, die sich sozialen, humanitären, sozio-kulturellen Aufgaben oder dem Schutz der Um- und Mitwelt widmen. Wenn bei einer Organisation die Erhaltung der Artenvielfalt und des Lebensraums im Vordergrund steht, erfüllt sie diese Kriterien und kann eine Prüfung beantragen. Organisationen die sich für Tierhaltung oder Tierpflege engagieren, fallen nicht in den Tätigkeitsbereich der ZEWO und können die Prüfung auch nicht beantragen.

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